Aus der Vogelperspektive ist gut zu erkennen, dass die Häuser Martin (unten) und Thomas jetzt bezugsfertig gemacht werden können.Aus der Vogelperspektive ist gut zu erkennen, dass die Häuser Martin (unten) und Thomas jetzt bezugsfertig gemacht werden können.

Kempen. 17 Monate nach dem ersten Spatenstich hat das Bauunternehmen Fundia beide Seniorenpflegeheime am Kempener Schmeddersweg an die Stiftung übergeben. „Wir  arbeiten jetzt mit Hochdruck an der Inneneinrichtung, damit unsere rund 120 Seniorinnen und Senioren noch in diesem Jahr umziehen können vom Von-Broichhausen-Stift in die neuen Häuser Martin und Thomas“, sagt Jürgen Brockmeyer, Vorstands-Vorsitzender der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist. Weil das 1969 errichtete Stift am Heyerdrink in die Jahre gekommen ist, hatte sich das Kuratorium der Stiftung in Abstimmung mit Stadt und katholischer Pfarrgemeinde St. Mariae Geburt entschieden, im Neubaugebiet Kempen-West ein neues Kapitel in der stationären Seniorenpflege aufzuschlagen. Am Schmeddersweg 15 und 17 hat der Investor CONESTA (Köln) zwei Pflegeheime mit jeweils 80 Plätzen gebaut.

Im Neubaugebiet Kempen-West auf einem Campus von 1,4 Hektar gehen zwei moderne Pflegeeinrichtungen mit insgesamt 144 vollstationären Pflegeplätzen und 20 Kurzzeitpflegeplätzen ihrer Vollendung entgegen. „Wir bedanken uns schon jetzt bei CONESTA für die fristgerechte Übergabe der Häuser. Der Bauprozess war außerordentlich harmonisch und stringent“, betont Jürgen Brockmeyer. Ein Lob, das Oberpolier Paul Miller von Hochbau-Unternehmen Fundia zurückgeben kann: „Mit der Stadt und der Stiftung war in Kempen sehr gutes Arbeiten möglich. Nur so konnten wir nun auch den Rohbau von Haus Thomas in time finalisieren.“ Während innen noch die restlichen Ausbau-Gewerke laufen und es parallel eingerichtet wird seitens der Stiftung, hat draußen schon der Außenanlagenbauer begonnen, so der Ober-Polier.

Das Projekt setzt Maßstäbe für seniorengerechtes, nachhaltiges und zukunftsorientiertes Wohnen und Leben im Alter. Die beiden neuen Stifte dienen in erster Linie als Ersatzneubauten für das Von-Broichhausen-Stift. Der Bauherr CONESTA hat für die neuen Pflegeheime ausschließlich in Einzelzimmern rund 40 Mio. € in die Hand genommen. CONESTA und Stiftung haben sich für ein Mietmodell entschieden: CONESTA baut, die Stiftung mietet sich ein und betreibt die beiden Häuser. „Dank dieser Lösung können wir die Pflegekosten für die Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen halten“, betont Jürgen Brockmeyer.

Für die Gestaltung des barrierefrei angelegten Stifts-Campus mit den Häusern Thomas und Martin zeichnet das Büro m.a.b. architekten becker & partner mbb (Köln) verantwortlich. Ziel ist nach Aussage von Architekt Martin A. Becker, dass die beiden jeweils 13 Meter hohen Gebäude mit vier Etagen – jeweils Erdgeschoss und drei Pflegeetagen – nachhaltig gebaut sind.

Das heißt beispielsweise, dass die Flachdächer begrünt werden, die Energiezentrale nach KfW-40-Standard dem neusten Stand der Technik entspricht, bei den Außenanlagen auf eine geringe Versiegelung geachtet worden ist und große Teile des im Hoch- und Tiefbau verwendeten Betons, Erdbaustoffe und Pflanzsubstrate aus Recycling-Material sind. Energieversorger ist die Stadtwerke Kempen GmbH, die einen Fernwärmeanschluss zu den Häusern verlegt hat.  Die Gebäude sind mit dem Siegel der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert.

Bei der Klinkerfassade ist niederrheintypischer roter Backstein ausgewählt worden. Im Innenraum ist ein geschützter Garten mit Terrasse, Sitzgelegenheit und schattenspendenden Bäumen, Wiesen und Sträuchern entstanden.

Im Zuge des Neubauprojektes stellt die Stiftung ca. 25 Vollzeitkräfte zusätzlich ein, weil künftig in Kempen mehr Pflegeplätze zu betreuen sind. Bewerbungen hierfür nimmt Personalleiterin Michaela Kromm unter Tel. 02152 2014553 bzw. E-Mail personalabteilung@stiftung-kempen.de entgegen.

► Weitere Infos unter https://stiftung-kempen.de/neubauprojekt/#bautagebuch

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