Blick auf Haus Thomas, im Hintergrund Flüchtlingsunterkunft und Schwimmbad: Die Decke eines Traktes des Erdgeschosses ist betoniert, die ersten Wände im 1. Obergeschoss werden hergestellt. Im benachbarten Trakt werden Deckenplatten im Erdgeschoss verlegt. Im Bauteil daneben laufen die Mauerwerksarbeiten.Blick auf Haus Thomas, im Hintergrund Flüchtlingsunterkunft und Schwimmbad: Die Decke eines Traktes des Erdgeschosses ist betoniert, die ersten Wände im 1. Obergeschoss werden hergestellt. Im benachbarten Trakt werden Deckenplatten im Erdgeschoss verlegt. Im Bauteil daneben laufen die Mauerwerksarbeiten.

Kempen – Im neuen Jahr sind die Baukolonnen für die Neubauten des Von-Broichhausen-Ensembles gut aus den Startblöcken gekommen. Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist als Träger der vollstationären Pflegeeinrichtung lässt dort vom Bauherrn CONESTA Unternehmensgruppe aus Köln zwei neue Häuser mit jeweils 80 Pflegeplätzen errichten, in denen die Stiftung im Zuge eines Investorenmodells Mieter ist. Zurzeit laufen am Schmeddersweg die Tiefbauarbeiten für die Versorgungsleitungen der beiden Häuser Martin und Thomas.

Nachdem bis Ende 2025 der Rohbau des Haus Martin mit einer Höhe von 13 Metern stand, geht es im neuen Jahr mit Volldampf an Haus Thomas. Haus Martin wird 80 Pflegeplätze vollstationär bieten, Haus Thomas 64 plus 20 für die Kurzzeitpflege. Noch vor Weihnachten ist in Haus Thomas in der Sohle das Betonfundament gegossen worden. In einem Trakt ist die Decke des Erdgeschosses betoniert. „In diesem Bauteil werden die Wände im 1. Obergeschoss bereits gesetzt“, sagt Oberpolier Paul Miller. Bis Ostern werden die Deckenplatten wohl auch dort schon verlegt sein.

Nebenan am Haus Martin, wo Anfang Mai 2025 der erste Spatenstich für den neuen Stifts-Campus mit 1,4 Hektar Fläche im Neubaugebiet Kempen-West erfolgte, laufen die Fassadenarbeiten über die kompletten fünf Etagen. „Der Estrich in 1. Obergeschoss ist eingebaut, und die Estricharbeiten in 2. Obergeschoss laufen“, berichtet der Oberpolier. In Kürze werden die Inneneinrichter das Kommando übernehmen.

In der bislang zehnmonatigen Bauzeit sind die Verantwortlichen von Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, Stadt Kempen und Bauherr CONESTA zufrieden mit dem Baufortschritt. „Die Planungen für den Umzug für rund 120 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Von-Broichhausen-Stift laufen auf Hochtouren“, sagt Stiftungs-Vorsitzender Jürgen Brockmeyer. Die Stimmung sei gut, dem Umzug ins 750 Meter entfernte Von-Broichhausen-Ensemble sehen die Seniorinnen und Senioren optimistisch und schon sehr gespannt entgegen. „Uns beschäftigt jetzt auch die Inneneinrichtung, hier muss alles passen“, betont Jürgen Brockmeyer und versichert, dass sich die älteren Menschen auf ein behagliches Zuhause freuen dürfen. Nach 58 Jahren ist das alte Von-Broichhausen-Stift am Heyerdrink doch in die Jahre gekommen, so dass der Umzug ein deutliches Plus an Komfort und Lebensqualität mit sich bringt. Realistisch dürfte der Umzug Ende 2026 über die Bühne gehen.

So wird gebaut:
Für das Von-Broichhausen-Ensemble nimmt der Projektierer CONESTA nach eigenem Bekunden rund 40 Mio. Euro in die Hand. Für die Gestaltung des Stifts-Campus mit den Häusern Thomas und Martin zeichnet das Büro m.a.b. architekten becker & partner mbb (Köln) verantwortlich. „Wichtig ist uns gewesen, dass wir nachhaltig bauen“, betont Architekt Martin A. Becker. Die Flachdächer werden begrünt. Energieversorger sind die Stadtwerke Kempen, die einen Fernwärmeanschluss zur Einrichtung verlegt haben. Bei der Umsetzung wird mit KfW-40-Standard auf den neusten Stand der Technik gesetzt. Die Gebäude sind mit einem Siegel der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert. Der Schwerpunkt liegt auf erneuerbaren Energien. Bei den Außenanlagen wird auf eine geringe Versiegelung geachtet. Große Teile des im Hoch- und Tiefbau verwendeten Betons, Erdbaustoffe und Pflanzsubstrate sind aus Recycling-Material.

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